„Das Waisenmädchen und der Lord“ von Laura Gambrinus – Rezension

Fazit:
Gleich zwei neue Erfahrungen habe ich mit dieses Buch machen dürfen. Zum einen war es das erste Buch dieser Autorin – und sicher nicht das Letzte. Zum anderen war es der erste Roman, den ich fernab längst vergangener Zeit genießen durfte. Und das habe ich definitiv: Genossen….so richtig, denn der Bann dieses Buches hat mich völlig eingenommen, auch wenn die Schreibweise anfangs gewöhnungsbedürftig war.  5 absolut vediente Sterne und eine völlig überzeugte Leseempfehung ❤

Schreibstil:
Es ist sicherlich kein Leichtes, dem Leser das Gefühl von Liebe und Zuneigung zu vermitteln, mit Worten und Denkweisen, die in der heutigen Zeit völlig fremd zu sein scheinen. Was heute als keck, frech und flirty gilt, war in den früheren Zeitepochen absolut undenkbar und fehl am Platz. Leicht kokettes Verhalten, zurückhaltende Anspielungen und wage Gedanken dominieren das Buch und verleihen der Romantik, die in dem Buch immer mehr zu Geltung kommt, einen ganz besonderen Charme. Ich hab mich in die Schreibweise verliebt und war völlig gebannt von der anderen Art und Weise, tiefen Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Die wunderschöne Kulisse eines herrschaftlichen Anwesens und dessen Beschreibung machen es wirklich leicht, in eine andere Welt entführt zu werden.

Protas & Inhalt:
Der Marquess of Marlborough, Lord Rennison, erwartet nicht mehr viel vom Leben. Sein Einsatz im Krieg hat ihm zu einem gefühlskalten und gelangweiltem Menschen werden lassen. Einzig und alleine die versprochene Vormundschaft über ein Kind, die er einst einem Kameraden am Sterbebett gegeben hat, bringt kurzfristig Schwung in sein tristes Leben. Denn die Vorbereitungen für die Ankunft des Kindes ringen ihm viele Entscheidungen ab.

Alice Bingham ist eine vorlaute und hochintelligente junge Frau, die genau weiß, was sie will. Alles Attribute, die in ihrer Zeit nicht gerne gesehen werden. Sie trauert immer noch um ihren Vater und wäre das nicht schon genug, muss sie ihr vertrautes Heim aufgeben, denn ihre Vormundschaft wurde dem Marquess of Marlborough übertragen.

Lord Renisson traut seinen Augen kaum, als ihm sein eigener Fehler eher unliebsam vor Augen geführt wird. Sein Mündel Alice Bingham ist längst kein Kind mehr, sondern eine stattlich anzusehende junge Frau. Er findet jedoch schnell Gefallen an dem neuen Umstand, denn alles was von ihm nunmehr verlangt wird, ist den geeigneten Ehemann für Alice zu finden. Schon nach kurzer Zeit stehen  die Interessenten Schlange, doch keiner der jungen Männer scheint gut genug zu sein, sein Einverständnis zu erhalten, um der jungen Alice den Hof zu machen. Der Marquess genießt die freche und ungezügelte Art, die Alice an den Tag legt und die Gefühle, die nach und nach in ihm aufkeimen, machen ihn noch wütender als er ohnehin schon ist. Er hat Angst vor seiner eigenen Courage und will sich seine immer stärker werdenden Gefühle nicht eingestehen. Alice hingegen ist sich ihrer Gefühle voll bewusst, aber sie weiß, dass ihre Liebe aussichtlos ist. Sie ist ein Niemand und daher ist besser, die Flucht zu ergreifen, um den Lord damit von seiner Last zu befreien.

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Spannung & Erotik:
Das Buch ist wahnsinnig einnehmend und mehr als aufregend. Die schüchternen und zurückhaltenden Gefühle, die wachsenden Gedanken – denen sich Alice und der Lord hingeben, alles in Allem einfach wunderschön und packend.  Erotik spielt in dem Buch keine Rolle und doch spürt man die elektrische Spannung, die immer mehr zu werden scheint. Die letzten Seiten des Buches machten aus mir ein verheultes Häufchen Elend, denn dem Lord wird schmerzlich bewusst, was er verloren hat.

5 von 5 🌟🌟🌟🌟🌟


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